Ein Hauch von 1001 Nacht

Urlaub in Marokko nur für einen Abend? Das geht, und zwar mitten in Hamburg. In einer ehemaligen Industriehalle befindet sich der familiengeführte Möbelladen Le Marrakech, in dem sich auch prächtig nach orientalischer Art speisen lässt.

Von Kapka Todorova 24.07.2018

© Le Marrakech

„Wir haben die Chance, jeden Tag in einer Oase zu sein“, sagt Kirsten Wellenkamp, die „Le Marrakech“ gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Hans Többen betreibt. Dieses Gefühl entspringt wohl nicht allein dem Besitzerstolz. Denn die 1 000 Quadratmeter messende „Oase“ ist nicht nur beim Publikum angesagt, sondern dient zudem häufig Mode- und Magazinfotografen bei Shootings als Kulisse. Kein Wunder, denn durch den Hamburger Stadtteil Groß Borstel weht dank „Le Marrakech“ ein Hauch von 1001 Nacht. Schließlich haben die Betreiber tatsächlich eine kleine Medina in der Halle nachgebaut, mit den typischen Bögen und Farben der Altstadt von Marokko. Hinter der Stadtmauer können die Kunden den Souk, also den Markt von Le Marrakech durchstöbern.

„Wir verkaufen Fliesen, aber auch Keramik und Lampen, Stühle, Kissen und Deko. Vieles gelangt nach Sylt, Mallorca oder Florida in die Ferienhäuser unserer Kunden und findet dort ein schönes neues Zuhause“, erzählt Többen. Als er 1994 mit Wellenkamp das Geschäft eröffnet, beginnen sie als reiner Möbelladen. Zunächst kocht die Familie lediglich für sich selbst, bietet aber immer mal verspäteten Kunden eine Kleinigkeit an. „Unsere kleine Kundenbewirtung hatte so einen großen Erfolg, dass wir sie nach und nach zu einem Restaurant mit 300 Plätzen erweiterten“, erinnert sich Wellenkamp.

Heute serviert ein Koch Falafelbällchen, Lamm oder Lachs, dazu gibt es die für die orientalische Küche obligatorischen Mezze. An Wochenenden steigt die Oriental Night: Ab 20 Uhr bis Mitternacht genießen die Gäste das üppige Buffet aus mehr als 50 verschiedenen warmen und kalten Gerichten und lassen sich – umgeben vom Flair der Medina, von warmem Kerzenlicht und schöner Musik – von den landestypischen Bauchtanzdarbietungen verzaubern. Inzwischen leben nicht nur das Paar und seine zwei Kinder von dem Restaurantladen, sondern es versorgt auch das umfangreiche Personal aus Voll- und Teilzeitangestellten mit Arbeitsplätzen.

„Unsere Kunden lieben und wertschätzen seit 24 Jahren die Schönheit der marokkanischen Waren; die filigrane Handarbeit der Lampen, der Tische, des Schmucks …“, berichten die Eigentümer, die eigentlich andere Pläne für ihr Leben hatten. Kirsten Wellenkamp studierte Architektur, Hans Többen war Kaufmann. Und warum verkaufen sie nun Möbel aus Marokko? „Am Anfang gab es eine private Verbindung über Freunde, die sich immer mehr zu einer Liebe zu diesem Land entwickelt hat“, schwärmt Többen. Alle Waren im Laden kommen direkt aus dem nordafrikanischen Land.

Erfolg mit dem Konzept hatten Hans Többen und Kirsten Wellenkamp gleich von Beginn an. „Auf einmal wollte alle Welt marokkanische Möbelstücke haben, und das hat sich bis heute nicht geändert“, sagt Wellenkamp. Die Betreiber sind über den Erfolg des Ladens und des Restaurants überglücklich und hoffen, dass die Zukunft genauso positiv aussieht – schließlich sind ihre Kinder mit im Geschäft. Többen: „Natürlich ist das alles mit viel Arbeit verbunden, aber wir alle vier lieben, was wir tun.“


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