Erfreulich hingegen: Knapp die Hälfte der Händler – 44 Prozent – konnte ein Umsatzplus verbuchen, das wiederum bei jedem fünften dieser Gruppe sogar mehr als drei Prozent betrug. Bei jedem fünften Unternehmen blieben die Umsätze gleich wie im Vorjahr.
Aktuell bereitet dem Modefachhandel die rückläufige Kundenfrequenz mit einem Nennungsanteil von 69 Prozent die größten Sorgen. Dahinter folgen der zunehmende Wettbewerb im und mit dem Internet mit 64 Prozent und der zunehmende Wettbewerb durch die eigenen Lieferanten – online und stationär – mit 61 Prozent Nennungsanteil. Mit deutlichem Abstand als Problemfelder genannt wurden zudem die Bindung und Gewinnung guter Mitarbeiter (33 Prozent), Umsatzverluste bei bislang marktstarken Lieferanten (31 Prozent), die allgemeine Entwicklung der Umsätze (27 Prozent), die saisongerechte Warensteuerung (26 Prozent) sowie die Einkaufspreisentwicklung (20 Prozent) und die Entwicklung der Personalkosten (18 Prozent).
Imageproblemen aufgrund der in den letzten Jahren immer wieder kritisierten Produktionsbedingungen in einigen asiatischen Fabriken sieht sich der Modehandel dagegen derzeit kaum ausgesetzt. Denn die übergroße Mehrheit registrierte keine (43 Prozent) oder nur vereinzelte (48 Prozent) entsprechende Kundenfragen. Lediglich neun Prozent berichten über ein verstärktes und anhaltendes Kundeninteresse an diesem Thema.
Für 2016 sind die Erwartungen des Modehandels eher zuversichtlich: 43 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem Umsatzplus, weitere 43 Prozent mit einem Pari und lediglich 13 Prozent mit einem Rückgang. Neun von zehn der befragten Textilfachhändler planen zudem für das laufende Jahr Investitionen in ihr Unternehmen. Ganz vorne auf der Rangliste stehen dabei mit 42 Prozent Nennungsanteil Ausgaben für Ladenbau und Visual Merchandising, vor der Qualifizierung der Verkaufsmitarbeiter (40 Prozent). Es folgen Investitionen in neue Medien (34 Prozent), in die Haustechnik wie etwa Beleuchtung (33 Prozent), in Qualität und Zeit beim Einkauf (30 Prozent), in einen Internet-Shop bzw. Multi-Channel-Konzepte (20 Prozent), in die EDV-Organisation (17 Prozent) sowie in die Einstellung neuer Mitarbeiter (14 Prozent).
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