Die Gründe dafür sind vielschichtig. Aus den Ergebnissen der EHI-Studie “Lebensmittel E-Commerce 2015″ wird allerdings deutlich, dass eine flächendeckende Versorgung mit einem Lebensmittel-Vollsortiment aus dem Internet zurzeit bei weitem nicht möglich wäre.
Nur 8 Prozent der Online-Händler bieten ein Vollsortiment an
Dass der Online-Handel mit Lebensmitteln noch keinen großen Marktanteil hat, könnte demnach deutlicher mit dem Angebot als mit den Vorlieben der Kunden zusammenhängen. Nur acht Prozent der untersuchten Händler bieten ein Vollsortiment an, bei dem theoretisch ein typischer Wochen-Familieneinkauf möglich wäre. Hinzu kommt: Außerhalb von großen Ballungszentren könnte der Online-Einkauf bei einem Vollsortimenter unter Umständen an der Lieferung scheitern, denn nur wenige solcher Lebensmittelshops decken größere Liefergebiete ab. Eine bundesweite Lieferung aus einem Vollsortiment ist nur bei zwei Prozent aller Online-Shops gegeben.
Fachhändler dominieren den Markt
Von den 250 untersuchten Shops dominieren mit 86 Prozent die Fachhändler den Markt. Das sind Shops, die Delikatessen, Spezialitäten sowie Produkte für spezielle Ernährungsformen anbieten, oder sich auf ein spezielles Produktsegment fokussiert haben. Die kleinste Gruppe sind Supermärkte mit lediglich acht Prozent. 23 Prozent der Händler bieten Abo-Modelle an.
Methodik zur Studie
Die 250 untersuchten Online-Shops wurden in die Kategorien Fachhändler, Abohändler und Supermärkte eingeteilt. Der Händlertyp (Feinkosthändler, Süßwarenhändler, Biofachhändler etc.) wurde für jeden Shop festgelegt. Des Weiteren wurden die Warengruppen für jeden Shop bestimmt und viele weitere Merkmale zum Thema Lieferung und Kühlung untersucht.
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