Der Bestseller in „Ankes Malta Shop & Arts“ heißt Kinnie. Die Limonade aus Bitterorangen, produziert von der Brauerei Simonds Farsons, wird einzig in Malta vermarktet. Ein Drittelliter kostet im Onlineshop von Anke Jablinski 1,25 Euro und kommt in Gebinden zu sechs oder 24 Dosen. Viele Urlauber möchten die Brause nach ihrer Rückkehr nicht mehr missen, die Bestellungen reißen nicht ab. „Ich trinke Kinnie am liebsten in Cocktailvariationen“, sagt die Betreiberin, die sich jedoch noch ein wenig mehr für die Weine des Landes begeistern kann – neben dem goldfarbenen, untergärigen Lagerbier Cisk ein weiteres wesentliches Standbein ihres Geschäftsmodells.
Seit ihrem ersten Trip nach Malta kommt Anke Jablinski nicht mehr von der Insel los. Mit Mitte 20 war sie von der Sprache und Historie des zwischen Orient und Okzident gelegenen Landes so fasziniert, dass sie sich an der FU Berlin für das Fach Geschichte einschrieb. „Auf der Insel finden sich Relikte aus 6 000 Jahren menschlicher Besiedelung: von den steinzeitlichen Tempelanlagen der Megalithkultur über römische Gräber und Katakomben bis hin zu den mächtigen Wehranlagen des Malteserordens“, schwärmt Jablinski. Um ihre Studien zu vertiefen, wollte sie sogar als seinerzeit einzige Deutsche an der Universität von Valletta ein Studium aufnehmen. „Eingeschrieben war ich bereits, doch dann habe ich mich aus persönlichen Gründen dagegen entschieden.“
Ihre zweite Heimat wurde Malta dennoch; drei- bis viermal im Jahr fuhr Jablinski in ihr „Paradies“. Mehr als 60-mal war sie schon dort. Land und Leute kennt sie bestens: Sie hält Vorträge und profitiert bis heute von den Kontakten zu den Weinbauern der Insel. Auf ihren „exzessiven Wandertouren“ sammelte sie das Material für den Reiseführer „Zufluchtsort Malta“, den sie neben Bildern vom Land im 2009 gegründeten Shop vertreibt. Souvenirs, Kunstdrucke und einige gut zu lagernde Lebensmittel runden das Sortiment ab. Zwei Angestellte beschäftigt die 53-Jährige mittlerweile in ihrem Laden in Charlottenburg, der im vorderen Bereich ein Copy-Shop ist und ansonsten als Lager für den Malta-Onlineshop dient. „Wenn am Kopierer Ruhe herrscht, packen die Mitarbeiter Pakete“, beschreibt die Betreiberin das Hybridkonzept. Zu Maltas Unabhängigkeitstag am 21. September plante Jablinski in diesem Jahr etwas Besonderes: ein einwöchiges Kiezfest mit landestypischen Speisen und Kulturdarbietungen. Ein Ehrengast hat sich bereits angekündigt: seine Exzellenz, der maltesische Botschafter, Albert Friggieri.
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