Knapp 60 Prozent der befragten deutschen Onlinehändler gaben demnach an, dass sie bereits ins Ausland verkauften. Damit liegen die Deutschen deutlich vor den USA (36 Prozent) und bewegen sich mit Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien im europäischen Mittelfeld.
Zudem planen rund 40 Prozent der befragten deutschen Händler, die bisher nur innerhalb Deutschlands verkaufen, noch in diesem Jahr den Einstieg in das Exportgeschäft. Knapp ein Fünftel der befragten deutschen Händler, die bereits Waren über Landesgrenzen hinweg vertreiben, gehen zudem davon aus, dass sie diesen Anteil ihres Geschäfts in diesem Jahr weiter erhöhen werden.
Top-Absatzmärkte für deutsche Händler
Dreiviertel der befragten deutschen Händler, die ihre Produkte in anderen Märkten vertreiben, gaben an, dass sie Österreich belieferten. Der hierbei erzielte Umsatz macht fast ein Fünftel des Gesamtvolumens beim grenzüberschreitenden Handel aus. Damit stellt Österreich den wichtigsten Absatzmarkt im Auslandsgeschäft dar. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Schweiz und Frankreich. Als Gründe, den Verkauf über nationale Grenzen hinweg voranzutreiben, nannten die befragten Händler zuerst die Nachfrage aus anderen Ländern, dann die Hoffnung auf ein höheres Wachstum für ihr Geschäft.
Auch als zukünftiges Handelsziel steht Österreich aller bereits ins Ausland liefernden Händler ganz oben auf der Liste. Die Niederlande und Schweden sind ebenfalls interessant, kurz danach folgt Norwegen.
Herausforderungen im grenzüberschreitenden Handel
Trotz aller Chancen sind mit dem grenzüberschreitenden Handel auch eine Reihe von Herausforderungen verbunden. An erster Stelle tauchen dabei Versandkosten auf. Aus Händlersicht sind diese der Hauptgrund dafür, dass potenzielle Käufer aus dem Ausland ihren Einkauf auf einer Webseite nicht abschließen. Eine im Auftrag von PayPal im November 2015 durchgeführte Konsumentenbefragung von Ipsos Mori hatte bereits ergeben, dass die Option „kostenloser Versand“ aus Sicht der Verbraucher einen der wichtigsten Treiber für den grenzüberschreitenden Onlineeinkauf darstellt. Händler, die bereits im internationalen Handel aktiv sind, nannten Regulierungen und Gesetze sowie das grenzüberschreitende Retourenmanagement als die größten Hindernisse auf diesem Gebiet. Im Unterschied dazu steht für Händler, die ihre Waren bislang noch nicht außerhalb Deutschlands vertreiben, das Thema Payment ganz oben auf der Liste. Jeder fünfte Befragte gab grenzüberschreitende Zahlungen als Hürde an.
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