Die OnPage-Optimierung – Anpassungen auf der eigenen Website – ist im E-Commerce essenziell, da hier ohne zusätzliche Kosten potenzielle Käufer generiert werden können. Die technische OnPage-Optimierung dient dazu, den Inhalt der Webseite für die Google-Crawler über entsprechende Dateien und Tags im Quellcode sichtbar zu machen. Im Gegensatz dazu geht es bei der inhaltlichen OnPage-Optimierung um die Anpassung des Webseiten-Contents, also der Texte, Bilder und Videos sowie die Verwendung von relevanten Keywords. Marian Wurm, Geschäftsführer und SEO-Experte von der Online-Marketing-Agentur Löwenstark, verrät in 10 Tipps, wie Onlinehändler ihre Reichweite erhöhen und langfristig mehr Kunden generieren können.
Tipp 1: Relevante Inhalte im sichtbaren Bereich „above the fold“ schalten.
So simpel der erste Tipp klingen mag, so wichtig ist er für die Onsite-Optimierung. Auf der Webseite gibt es den sogenannten „above the fold“-Bereich. Damit bezeichnet man alle Inhalte, die der Nutzer sehen kann, ohne scrollen zu müssen. Die relevantesten Inhalte sollten daher immer hier geschaltet werden.
Tipp 2: Überschriften mit H-Tags richtig anlegen
Einer der wichtigsten Schritte bei der OnPage-Optimierung im E-Commerce ist die Gliederung der Webseiteninhalte anhand von Überschriften mit SEO-relevanten Heading-Tags. Dadurch wird bestimmt, welche Hierarchie und Ordnung eine Überschrift innerhalb eines HTML-Gerüstes einnimmt: So ist eine H1-Überschrift die Hauptüberschrift auf jeder Seite. Vorsicht: Da Google vermehrt die H1-Überschriften als Beschreibung in den Suchergebnisseiten verwendet, sollte der H1-Tag nur einmal pro Seite vorkommen. Weiteres optimales H-Tagging in Webshops sieht folgendermaßen aus: H2-Überschriften in Textinhalten, H3-Überschriften für Verweise zu Shopkategorien und H4-Überschriften für Verweise zu Produkten.
Tipp 3: Mit WDF*IDF die richtigen Keywords verwenden
Alle Texte auf der Website sollten auf Suchbegriffe mit WDF*IDF ausgerichtet sein. WDF*IDF („within document frequency“ und „inverse document frequency“) ist eine Formel, die die optimale Verteilung themenrelevanter Keywords in einem Text bestimmt. Dabei bewertet die Formel – im Gegensatz zu herkömmlichen Keyword-Zählern – den semantischen Kontext und schlägt thematisch relevante Begriffe vor.
Tipp 4: Auf hochwertige Webseiteninhalte setzen
Onlinehändler sollten auf den Qualitätsgrad der Webseiteninhalte den größten Wert legen. Neben einzigartigem Content in Form von Text, Bild und Video kann dies durch passende Informations- oder Ratgebertexte und die thematische Verknüpfung der Beiträge von den einzelnen Shop-Kategorien erfolgen. Werden die Inhalte zudem stets aktuell gehalten, kann das Google-Ranking der Seite langfristig verbessert werden.
Tipp 5: Interne und externe Links generieren
Aus SEO-Sicht ist für Online-Händler die thematische Verknüpfung der Shop-Kategorien und Unterkategorien auf den eigenen Seiten über interne Links essenziell. Aber auch die Verknüpfung der eigenen Homepage mit thematisch passenden anderen Webseiten über Backlinks spielt bei SEO eine große Rolle. Um die Authentizität der eigenen Domain zu stärken und zusätzlich seine eigenen Inhalte sinnvoll zu ergänzen, kann auch auf andere Quellen verlinkt werden.
Tipp 6: Das „Canonical Tag“ gegen „Duplicate Content“ einsetzen
Suchmaschinen bewerten doppelten Content negativ, weil hier kein Mehrwert für den Nutzer entsteht. Wenn Inhalte mehrfach verwendet werden oder eine eindeutige URL technisch nicht möglich ist, weil die Startseite etwa über verschiedene URLs erreichbar ist, dann sollte im Quellcode der Webseite ein „Canonical Tag“ angewendet werden.
Tipp 7: „hreflang“ – Die Sprachversion der Inhalte auszeichnen
Vergrößert sich ein Webshop und expandiert etwa mit seinen Produkten in mehrere Länder, Regionen und Sprachen, kann auch hier leicht doppelter Content entstehen. Grund dafür ist, dass ein großer Teil der Inhalte weitestgehend identisch ist, nur etwa in einer anderen Sprache vorliegt. Das Linkattribut rel=„alternate“ hreflang=„x“ teilt Google mit, dass es den vorliegenden Inhalt auch in einer anderen Sprache gibt und dass die entsprechende URL für die Nutzer einer bestimmten Sprache gedacht ist.
Tipp 8: Regeln für Paginierung einhalten
Eine Seite mit vielen Informationen zu Produkten in Webshops innerhalb einer Kategorie, wird meist in Komponentenseiten aufgeteilt. Damit Google bei dieser „Paginierung“ die Seiten als zusammengehörig bewertet und die wichtigste Seite der Produktkategorie – meist ist das die erste – in der Google-Suche angezeigt wird, sollten im Quellcode der Webseite die Linkattribute rel=„next“ und rel=„prev“ verwendet werden.
Tipp 9: Auf Usability achten
Findet der potenzielle Kunde nicht binnen weniger Sekunden, was er sucht, dann bricht er den Shopbesuch einfach ab. Usability wird oft im SEO-Kontext unterschätzt – doch es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Benutzerfreundlichkeit und OnPage-Optimierung. Hat eine Shopseite kurze Verweildauern und kaum Interaktion, so wird keine gute Platzierung bei Google erzielt.
Tipp 10: Die Google Search Console nutzen
Um bereits im Vorfeld SEO-Hindernisse zu umgehen, können Webseitenbetreiber das kostenlose Analyse- und Servicetool Google Search Console nutzen. Hier können zum Beispiel neue Seiten oder Inhalte eingereicht werden, um das Crawlen und Rendern von Google zu simulieren. Mit der Google Search Console kann man sich eventuelle Probleme auf der Shopseite aufzeigen lassen und diese so direkt beheben.
Was ist eine OnPage Optimierung?
Alle Maßnahmen und Anpassungen, die auf der eigenen Webseite vorgenommen werden, bezeichnet man als OnPage Optimierung. Dazu gehören neben vielen technischen Faktoren auch inhaltliche und strukturelle Aspekte.
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