Die repräsentative Befragung von rund 1000 deutschen Onlineshoppern – durchgeführt von forsa im Auftrag des Versicherers Hiscox – zeigt: Über zwei Drittel der Verbraucher haben schon einmal schlechte Erfahrungen beim Shoppen im Netz gemacht. Sei es, dass die Ware mangelhaft war, sei es, dass sie zu spät geliefert wurde. Nach solchen negativen Erlebnissen wandern Kunden schnell in andere Shops ab. Dies tun sie auch, wenn ihre Daten verloren oder missbraucht wurden. Mehr als sieben von zehn Verbrauchern würden in diesem Fall woanders einkaufen.
Gerade das Thema Datensicherheit macht den Deutschen Sorgen. Viele Onlinekäufer sind unsicher, was mit ihren in Onlineshops hinterlegten Zahlungsinformationen passiert oder glauben nicht, dass die Geheimhaltung gesichert ist: Knapp 40 Prozent der Onlineshopper haben den Eindruck, dass ihre Kontaktdaten nach der Eingabe bei einem Onlineshop in die Hände Dritter gefallen sind. Jeder zwanzigste Befragte gibt sogar an, dass seine Zahlungsinformationen bereits missbraucht worden seien. Besonders niedrig ist das Vertrauen mit Blick auf die persönlichen Kontaktdaten wie Anschrift oder E-Mail-Adresse: Gut 60 Prozent glauben nicht, dass diese bei den Onlineshops in guten Händen sind. Negative Erfahrungen beim Onlinekauf, wie etwa fehler- und mangelhafte Ware, die Shopbetreiber bei Dritten bezogen oder selbst hergestellt haben, bekommt der jeweilige Onlineshop zu spüren: Rund 40 Prozent der Befragten haben in Folge von Negativerlebnissen nicht mehr in dem betroffenen Shop eingekauft.
Versicherungsschutz und IT-Sicherheit für Händler
Ähnliche Sorgen treiben viele professionelle Onlineshopbetreiber um: Rund 70 Prozent haben Angst vor Datenverlust und gut 60 Prozent vor Schäden beim Kunden durch ein von ihnen vertriebenes Produkt. Allerdings sichern sich die meisten Betreiber kleinerer und mittelgroßer Onlineshops nur unzureichend ab. So verfügen sie beispielsweise, oftmals aus Unkenntnis, nicht über Versicherungen gegen Produkthaftpflicht-, Vermögens- oder Cyberschäden, sondern belassen es bei einer Sachversicherung für ihre Waren. Existenzbedrohende Risiken, wenn zum Beispiel der Käufer durch die gekaufte Ware Schaden nimmt oder eine Abmahnung wegen unberechtigter Nutzung von Ton- oder Textmaterial droht, werden jedoch in den meisten Standardpolicen nicht abgedeckt.
Neben dem richtigen Versicherungsschutz sollte die IT-Sicherheit ein weiterer Baustein im Vorsorgeplan von Onlineshopbetreibern sein. Sämtliche technische Standards müssen regelmäßig überprüft und Updates unterzogen werden. Essenziell sind dabei ein Virenschutz mit aktuellen Virensignaturen auf allen Servern und Systemen sowie Firewallstrukturen an allen Netzübergängen zu externen Netzen. Für größere Unternehmen empfiehlt sich außerdem ein abgestuftes Rechtekonzept, das administrative Kennungen für die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten im Unternehmen beinhaltet. Damit im Ernstfall nicht sämtliche Daten verloren sind, sollte zudem eine Backup-Lösung auf separierten Systemen oder Datenträgern eingerichtet und regelmäßig getestet werden.
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