BGH hebt Kartellbuße gegen Rossmann auf

Der Bundesgerichtshof hat ein Kartell-Urteil gegen Rossmann zu Fall gebracht. Anfang 2018 war eine Kartellbuße über 30 Mio. Euro im Vertikal-Fall um verbotene Preisabsprachen bei Röstkaffee verhängt worden. Nun geht das Verfahren zurück an das OLG Düsseldorf und muss dort neu aufgerollt werden. Mit seinem Urteil hatte der 4. Kartellsenat im Februar vergangenen Jahres das ursprünglich vom Kartellamt festgesetzte Bußgeld über 5,25 Mio. Euro annähernd versechsfacht. Dagegen hatte der Drogeriebetreiber Beschwerde eingelegt. 

 

Rossmann wurde vorgeworfen, von 2004 bis 2008 Verbraucherpreise mit Vertriebsverantwortlichen der Kaffeerösterei Melitta abgesprochen zu haben - das Unternehmen hatte die Vorwürfe stets bestritten. In diesem größten Kartellverfahren in der Geschichte der Behörde wurden insgesamt 38 Bußgelder gegen 27 Unternehmen mit einem Gesamtvolumen von 260 Mio. Euro verhängt.

 

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