Deichmann setzt bei Flagshipstores auf Omnichannel

Der Schuheinzelhändler Deichmann öffnet drei neue Flagshipstores, die ganz auf die Verzahnung von stationärem und Onlineangebot setzen: den Flagshipstore am Limbecker Platz in Essen, die Filiale in Frankfurt auf der Zeil und den Laden in der Münchener Innenstadt an der Neuhauser Straße. Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates, bezeichnet die Neueröffnungen laut Mitteilung als „gelungenes Beispiel für den Ausbau des Omnichannel-Konzeptes bei Deichmann. Wir wollen den Kunden das Beste aus beiden Welten bieten und sowohl den stationären als auch den Onlinehandel fit für die Zukunft machen.“ 

 

In Essen hat der Laden großformatige Screens und sogenannte E-Poster erhalten, auf denen digital wechselnde Themen und Botschaften gezeigt werden. Über den Einsatz von Tablets im Kundenservice, einen Ship-to-Home Service und demnächst auch Click&Collect sollen stationäre und Online-Welt zusammengeführt werden. Das Gleiche gilt für den Store in Frankfurt. In München gibt es eine besondere Online-Exklusiv-Abteilung: Hier werden in einem Pilotprojekt Modelle gezeigt, die es nur im Onlineshop gibt. Die Musterschuhe können in die Hand genommen und in den gängigsten Größen auch anprobiert werden. Wer sie kaufen möchte, kann sie im Laden entweder über die Kasse, über ein spezielles Kunden-Touchdisplay oder über die iPads des Verkaufspersonals bestellen, in der Filiale bezahlen und sich direkt nach Hause liefern lassen. 

 

Die aktuellen Aktivitäten fügen sich in die umfangreichen Wachstumspläne Deichmanns für 2019 ein. Die geplanten Investitionen für die gesamte Unternehmensgruppe liegen laut Mitteilung bei 285 Millionen Euro. Davon entfallen 102 Millionen Euro auf Deutschland. Die Investitionen sollen sowohl in die Modernisierung des Filialnetzes und in die Eröffnung neuer Geschäfte im stationären Bereich als auch in die Internationalisierung und die Digitalisierung fließen.

 

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