Händler bekommen mehr Zeit für Kassenumrüstung

Ein neues Gesetz soll der Hinterziehung von Umsatzsteuer einen Riegel vorschieben: Bis zum 1. Januar sollten alle Firmen, die Kassen betreiben, ein elektronisches Aufzeichnungssystem zur Absicherung gegen Steuerbetrug (Fiskalisierung) einführen. Weil die Anforderungen aber lange unklar waren, gibt es noch keine fertigen IT-Lösungen. Nun gewährt das Finanzministerium Aufschub: Eine Übergangsfrist könnte Bußgelder vorerst aussetzen. Die Finanzministerien der Länder müssen der Regelung noch zustimmen, was aber als wahrscheinlich gilt.

 

Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßt die Entscheidung: „Gerade die kleinen und mittelständischen Händler brauchen mehr Zeit, um rechtssicher auf neue Kassensysteme umstellen zu können. Deshalb ist es richtig, mehr Zeit zur Anschaffung der neuen Technik zu geben“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der HDE rät allerdings allen Händlern, dennoch so früh wie möglich umzurüsten. Zwar hätten der HDE und andere Verbände sich für eine Übergangsfrist bis Ende September 2020 ausgesprochen, aber wie lange der Aufschub tatsächlich gewährt würde, sei unklar.

 

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