Mediamarkt testet Instore-Navigation per Smartphone

Mediamarkt testet in Deutschland erstmals die Instore-Navigation mittels Smartphone. Wie das Unternehmen mitteilt, können sich Kunden im hessischen Gründau-Lieblos mit ihrem Smartphone per App punktgenau zum Wunschprodukt im Markt lotsen lassen. Dies entlaste auch die Mitarbeiter im Verkauf, die so mehr Zeit für persönliche Beratungsgespräche hätten, heißt es.

 

Gleichzeitig soll die App Mitarbeiter bei der Inventur und dem Abarbeiten von Pickinglisten für Click & Collect-Bestellungen aus dem Onlineshop unterstützen. Zentrales Element der neuen Technik ist die Visible Light Communication-Technologie (VLC), die vom Projektpartner Signify bereitgestellt wird: Intelligente Deckenleuchten senden ein moduliertes Licht mit für den Menschen unsichtbaren Identifikationscodes aus. Die App, die die Signale empfängt, wurde von Novomind entwickelt. Zudem werden laut Mediamarkt der Inventurroboter Tory des Anbieters MetraLabs für das autonome Mapping und Scanning, eine Software des Retailtech Hub-Startups Qopius sowie die digitalen Preisschilder von MediaMarkt eingebunden. 

 

„Bei MediamarktSaturn treiben wir den Ausbau von digitalen Lösungen auch am PoS nachhaltig voran. In Gründau-Lieblos zeigen wir, wie diese das Einkaufen von Grund auf verändern können. Gerade Location Based Services bieten unseren Kunden sowie uns als Händler und damit auch unseren Mitarbeitern völlig neue Erfahrungen und Mehrwerte“, erklärt Sonja Moosburger, Geschäftsführerin der MediamarktSaturn Innovationseinheit N3XT. „Instore-Navigation ist dabei für uns die Grundlage für viele weitere Einsatzmöglichkeiten.“

 

„Die Möglichkeiten von Licht im Handel gehen weit über die reine Beleuchtung hinaus. Neben einer hochwertigen Ausleuchtung des Shops, die Kunden ein ansprechendes Shoppingerlebnis bietet, ermöglicht ihnen intelligente Beleuchtung darüber hinaus ein personalisiertes, komfortables Einkaufen“, sagt Kim-Van Blessin, End-User Marketing Manager der Signify GmbH. „Es freut uns sehr, mit Mediamarkt in Deutschland dieses spannende Projekt zu realisieren und die Kunden bei ihrer Suche nach dem richtigen Produkt zu unterstützen.“ Das Pilotprojekt in Gründau-Lieblos ist zunächst auf mehrere Monate angelegt. 

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Zum Weiterlesen

IFH-Prognose

Wie stark der Onlinehandel bis 2024 wachsen wird

Nach dem coronabedingten Rekordjahr 2020 mit einem Online-Umsatz zwischen 80 und 88 Milliarden Euro werden bei Trendfortschreibung 2024 120 Milliarden erreicht, bei zunehmender Dynamik sogar 141 Milliarden. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH).

Marketing

Wie kleine Händler Kunden ansprechen können

Viele Deutsche halten es für wichtig, kleine Unternehmen, die es während der Coronakrise schwer haben, zu unterstützen - das zeigt eine You-Gov-Umfrage. Eine überwiegende Mehrheit der Verbraucher fühlt sich jedoch vom Marketing solcher lokalen Händler nicht angesprochen.

Coronapandemie

Wie deutsche Einzelhändler ihre Lieferketten krisenfest aufstellen

Eine Studie der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal (A&M) beschreibt die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Lieferketten im Einzelhandel. Demnach werden Händler Produkte im Wert von rund 9,4 Mrd. Euro in den nächsten zwölf Monaten aus Deutschland beziehen.

Preisauszeichnung

Das Ende des Feilschens

Meist klein und unscheinbar, verhindert es doch, dass es im deutschen Einzelhandel wie auf einem ­orientalischen Basar zugeht: Das Preisschild, vor über 150 Jahren von ersten Kaufhäusern eingeführt, beendet das Preisgeschacher und erleichtert Preisvergleiche.

Lockdown

HDE erwartet Klagen von Händlern wegen Coronahilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie.