Auch Tegut will einige Real-Märkte kaufen

Für die zum Verkauf stehenden Real-Supermärkte gibt es einen weiteren Interessenten: Die Supermarktkette Tegut will sieben Filialen vom Immobilieninvestor Redos erwerben. Eine Sprecherin bestätigt, dass das Unternehmen mit Sitz in Fulda die Übernahme beim Bundeskartellamt angemeldet habe. Weitere Details, etwa zu Standorten der Märkte, gibt es zunächst nicht. 

 

Auch Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka mischt im Verkaufsprozess um die Real-Märkte als Bieter mit - und zwar in deutlich größerem Umfang: Bereits Ende Oktober hatte das Kartellamt bekanntgegeben, dass Edeka 87 Real-Standorte erwerben will.

 

In einem ersten Schritt will Redos die rund 280 Real-Märkte vom Mutterkonzern Metro aufkaufen. Das Kartellamt hatte dafür Mitte Oktober die Freigabe erteilt - unter der Bedingung, dass Redos einen Großteil an Konkurrenten wie Edeka, Rewe oder Kaufland weiterreicht.

 

Metro verhandelt seit Monaten mit Redos, das als bevorzugter Bieter für die Real-Supermärkte auserkoren ist. "Die Verhandlungen mit Redos werden mit Hochdruck fortgeführt, um diese möglichst in den kommenden Wochen abzuschließen", hieß es kürzlich bei Metro. Man sei in den Verhandlungen bereits sehr weit und gehe jetzt "in jedem Fall in die entscheidende Phase".

 

Zuvor hatte sich der zweite Interessent X+Bricks erneut bei Metro gemeldet und signalisiert, "mit einem deutlich nachgebesserten Angebot" auf die Anforderungen des Verkäufers einzugehen, wie eine Metro-Sprecherin berichtet hatte.

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Zum Weiterlesen

IFH-Prognose

Wie stark der Onlinehandel bis 2024 wachsen wird

Nach dem coronabedingten Rekordjahr 2020 mit einem Online-Umsatz zwischen 80 und 88 Milliarden Euro werden bei Trendfortschreibung 2024 120 Milliarden erreicht, bei zunehmender Dynamik sogar 141 Milliarden. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH).

Marketing

Wie kleine Händler Kunden ansprechen können

Viele Deutsche halten es für wichtig, kleine Unternehmen, die es während der Coronakrise schwer haben, zu unterstützen - das zeigt eine You-Gov-Umfrage. Eine überwiegende Mehrheit der Verbraucher fühlt sich jedoch vom Marketing solcher lokalen Händler nicht angesprochen.

Coronapandemie

Wie deutsche Einzelhändler ihre Lieferketten krisenfest aufstellen

Eine Studie der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal (A&M) beschreibt die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Lieferketten im Einzelhandel. Demnach werden Händler Produkte im Wert von rund 9,4 Mrd. Euro in den nächsten zwölf Monaten aus Deutschland beziehen.

Preisauszeichnung

Das Ende des Feilschens

Meist klein und unscheinbar, verhindert es doch, dass es im deutschen Einzelhandel wie auf einem ­orientalischen Basar zugeht: Das Preisschild, vor über 150 Jahren von ersten Kaufhäusern eingeführt, beendet das Preisgeschacher und erleichtert Preisvergleiche.

Lockdown

HDE erwartet Klagen von Händlern wegen Coronahilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie.