Ministerin lobt Fortschritte bei Vermeidung von Plastikmüll

Handel, Industrie und Politik haben sich beim zweiten Runden Tisch zur Vermeidung von Verpackungsmüll auf keine konkreten Ziele geeinigt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeigt sich nach dem Treffen mit Vertretern aus Handel, Industrie und Verbraucherschutz am Dienstag in Berlin aber zufrieden. Seit dem ersten Runden Tisch zu dem Thema im Februar habe sich "extrem viel bewegt".

 

So sei zwischen Handelsunternehmen ein Wettbewerb um die besten Lösungen zur Plastikvermeidung entbrannt, lobt die Ministerin. Viele Ketten würden inzwischen etwa Mehrwegverpackungen für Obst und Gemüse, aber auch Waren von der Frischetheke anbieten. Auf einem weiteren Treffen des runden Tisches will die Ministerin einheitliche Standards für besser wiederverwertbare Verpackungen festlegen.

 

Auch der Einzelhandel verweist auf zahlreiche Veränderungen. So sei das Angebot unverpackten Obstes etwa stark gestiegen, auch bei der Abschaffung von Plastiktüten sei der Handel seinem Versprechen nachgekommen, sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth.

 

Im November vorigen Jahres hat Schulze einen Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling vorgelegt und im Februar zu einem ersten Runden Tisch geladen. Danach hat Schulze angekündigt, bis zum Herbst konkrete Vereinbarungen mit den Teilnehmern zu treffen.

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Zum Weiterlesen

IFH-Prognose

Wie stark der Onlinehandel bis 2024 wachsen wird

Nach dem coronabedingten Rekordjahr 2020 mit einem Online-Umsatz zwischen 80 und 88 Milliarden Euro werden bei Trendfortschreibung 2024 120 Milliarden erreicht, bei zunehmender Dynamik sogar 141 Milliarden. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH).

Marketing

Wie kleine Händler Kunden ansprechen können

Viele Deutsche halten es für wichtig, kleine Unternehmen, die es während der Coronakrise schwer haben, zu unterstützen - das zeigt eine You-Gov-Umfrage. Eine überwiegende Mehrheit der Verbraucher fühlt sich jedoch vom Marketing solcher lokalen Händler nicht angesprochen.

Coronapandemie

Wie deutsche Einzelhändler ihre Lieferketten krisenfest aufstellen

Eine Studie der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal (A&M) beschreibt die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Lieferketten im Einzelhandel. Demnach werden Händler Produkte im Wert von rund 9,4 Mrd. Euro in den nächsten zwölf Monaten aus Deutschland beziehen.

Preisauszeichnung

Das Ende des Feilschens

Meist klein und unscheinbar, verhindert es doch, dass es im deutschen Einzelhandel wie auf einem ­orientalischen Basar zugeht: Das Preisschild, vor über 150 Jahren von ersten Kaufhäusern eingeführt, beendet das Preisgeschacher und erleichtert Preisvergleiche.

Lockdown

HDE erwartet Klagen von Händlern wegen Coronahilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie.