Gericht in Hamburg kippt 800-Quadratmeter-Regel

In Hamburg hat das erste Verwaltungsgericht entschieden, dass auch Läden mit einer größeren Verkaufsfläche öffnen dürfen. Den Eilantrag gestellt hatte Sportscheck. Wegen einer Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ist die Entscheidung vorerst noch nicht in Kraft, wie das Handelsblatt berichtet.

 

Bislang dürfen in Hamburg wie in den meisten anderen Bundesländern Läden mit einer maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern öffnen. Größere Geschäfte müssen teilweise gesperrt werden. Das Verwaltungsgericht kann diese Regelung offenbar nicht nachvollziehen. 

 

Der Senat hat aber bereits Beschwerde gegen die Entscheidung beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eingereicht. Das entschied am Mittwochabend, dass die Ladenfläche bei Sportscheck vorerst auf 800 Quadratmeter reduziert bleiben muss. In der kommenden Woche soll dazu eine weitere Entscheidung fallen.

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Mehr Nachrichten zur Coronakrise

Lockdown

HDE erwartet Klagen von Händlern wegen Coronahilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie.

Lockdown

Handel hofft auf Click-and-Collect-Regelung

Der neue Shutdown ist für viele Händler in den Fußgängerzonen eine Katastrophe. Die Branche fordert eine Alternative, die zumindest einen Teil des Geschäfts sichern könnte.

Coronapandemie

Lockdown: Mehr Hilfsgelder für Händler und Innenstädte gefordert

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern für eine Schließung des Nicht-Lebensmittelhandels ab Mittwoch macht der Handelsverband Deutschland (HDE) deutlich, dass die bisher geplanten Hilfsprogramme für die Einzelhändler seiner Auffassung nach nicht ausreichen.

Analyse

Wie der Teil-Lockdown in deutschen Einkaufsstraßen wirkt

Aufgrund des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Coronapandemie fehlen dem Einzelhandel in Deutschlands Innenstädten Kunden. Jedes vierte Geschäft hat deshalb einer Analyse der Marketing-Plattform Sendinblue zufolge vorübergehend geschlossen oder seine Öffnungszeiten angepasst.

Kampagne

"Kauf lokal – jetzt!"

Ohne einen lebendigen Fachhandel veröden unsere Innenstädte. Diesen Zusammenhang will eine neue bundesweite Social-Media-Kampagne Verbrauchern in Deutschland zum Start des Weihnachstgeschäfts ins Bewusstsein rufen.