HDE fordert 100 Millionen Euro für digitaleren Einzelhandel

 

Angesichts der Vorschläge von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur Digitalisierung des Einzelhandels fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) ein 100 Millionen Euro schweres Förderprogramm. "In dieser prekären Lage mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln können die notwendigen Investitionen in die Digitalisierung aktuell vielerorts nicht gestemmt werden", sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser am Dienstag.

 

Viele mittelständischen Händler kämpften derzeit angesichts der Corona-Krise und massiven Umsatzeinbußen um ihre Existenz. Daher sei Unterstützung notwendig. Der Betrag von 100 Millionen Euro orientiere sich an ähnlichen Projekten, die es beispielsweise in Nordrhein-Westfalen bereits gebe, teilte der HDE mit.

 

Demnach könnten mit dem Fonds unter anderem die Händler individuell zu wirtschaftlich sinnvollen Digitalisierungsmaßnahmen beraten werden. Diese Maßnahmen sollen dann über Förderanträge vom Wirtschaftsministerium finanziert werden, hieß es seitens des HDE.

 

Wirtschaftsminister Altmaier hatte zuvor angekündigt, das Ladensterben in den Innenstädten auch durch Digitalisierungsmaßnahmen verhindern zu wollen.

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Mehr Nachrichten zur Coronakrise

Lockdown

HDE erwartet Klagen von Händlern wegen Coronahilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie.

Lockdown

Handel hofft auf Click-and-Collect-Regelung

Der neue Shutdown ist für viele Händler in den Fußgängerzonen eine Katastrophe. Die Branche fordert eine Alternative, die zumindest einen Teil des Geschäfts sichern könnte.

Coronapandemie

Lockdown: Mehr Hilfsgelder für Händler und Innenstädte gefordert

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern für eine Schließung des Nicht-Lebensmittelhandels ab Mittwoch macht der Handelsverband Deutschland (HDE) deutlich, dass die bisher geplanten Hilfsprogramme für die Einzelhändler seiner Auffassung nach nicht ausreichen.

Analyse

Wie der Teil-Lockdown in deutschen Einkaufsstraßen wirkt

Aufgrund des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Coronapandemie fehlen dem Einzelhandel in Deutschlands Innenstädten Kunden. Jedes vierte Geschäft hat deshalb einer Analyse der Marketing-Plattform Sendinblue zufolge vorübergehend geschlossen oder seine Öffnungszeiten angepasst.

Kampagne

"Kauf lokal – jetzt!"

Ohne einen lebendigen Fachhandel veröden unsere Innenstädte. Diesen Zusammenhang will eine neue bundesweite Social-Media-Kampagne Verbrauchern in Deutschland zum Start des Weihnachstgeschäfts ins Bewusstsein rufen.