Nach einer aktuellen Schätzung des ifo-Instituts waren im Einzelhandel in Deutschland im Juli noch immer rund 240.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert deshalb eine Verlängerung der befristeten Sonderregeln für Kurzarbeit.
„Die Regelbezugsdauer von Kurzarbeitergeld sollte auf 24 Monate verlängert werden. Das wäre extrem wichtig, damit die Unternehmen die schwierige Situation gemeinsam mit ihren Mitarbeitern besser meistern können“, so der HDE-Geschäftsführer für Arbeit und Soziales, Steven Haarke. Zusätzliche Kosten müssten aus dem Bundeshalt gestemmt werden, höhere Sozialversicherungsbeiträge wären kontraproduktiv. Insbesondere viele Nicht-Lebensmittelhändler litten weiterhin stark unter den Auswirkungen der Pandemie und kämpften um ihre wirtschaftliche Existenz, so Haarke.
Die Große Koalition hatte im Juni beschlossen, im September 2020 eine verlässliche Regelung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ab dem 1. Januar 2021 vorzulegen.
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