Ifo-Geschäftsklima hellt sich weiter auf

 

Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im August weiter aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Vergleich zum Juli um 2,2 Punkte auf 92,6 Zähler, wie das Ifo-Institut mitteilt. Es ist der vierte Anstieg in Folge - nach einem drastischen Einbruch in der Coronakrise.

 

"Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs", kommentiert Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussicht für das nächste halbe Jahr besser. Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern sei weiter im Aufwind, ergänzt Fuest.
 

Stimmung im Handel nur leicht besser

In der Industrie, bei Dienstleistern und am Bau sind die Aussichten demnach deutlich besser. Im Handel war die Stimmung zwar auch besser, sie stieg aber nur leicht. Im Großhandel trübte sie sich sogar etwas ein. Das Ifo-Geschäftsklima gilt als der wichtigste konjunkturelle Frühindikator Deutschlands. Jeden Monat werden etwa 9.000 Unternehmen nach ihrer wirtschaftlichen Einschätzung befragt.

 

Am Dienstagmorgen hat das Statistische Bundesamt den drastischen Einbruch der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal im Grundsatz bestätigt. Allerdings fiel er mit minus 9,7 Prozent etwas weniger heftig aus als bisher bekannt. Ökonomen rechnen im zweiten Halbjahr mit einer deutlichen Konjunkturerholung.

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Mehr Nachrichten zur Coronakrise

Lockdown

HDE erwartet Klagen von Händlern wegen Coronahilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie.

Lockdown

Handel hofft auf Click-and-Collect-Regelung

Der neue Shutdown ist für viele Händler in den Fußgängerzonen eine Katastrophe. Die Branche fordert eine Alternative, die zumindest einen Teil des Geschäfts sichern könnte.

Coronapandemie

Lockdown: Mehr Hilfsgelder für Händler und Innenstädte gefordert

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern für eine Schließung des Nicht-Lebensmittelhandels ab Mittwoch macht der Handelsverband Deutschland (HDE) deutlich, dass die bisher geplanten Hilfsprogramme für die Einzelhändler seiner Auffassung nach nicht ausreichen.

Analyse

Wie der Teil-Lockdown in deutschen Einkaufsstraßen wirkt

Aufgrund des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Coronapandemie fehlen dem Einzelhandel in Deutschlands Innenstädten Kunden. Jedes vierte Geschäft hat deshalb einer Analyse der Marketing-Plattform Sendinblue zufolge vorübergehend geschlossen oder seine Öffnungszeiten angepasst.

Kampagne

"Kauf lokal – jetzt!"

Ohne einen lebendigen Fachhandel veröden unsere Innenstädte. Diesen Zusammenhang will eine neue bundesweite Social-Media-Kampagne Verbrauchern in Deutschland zum Start des Weihnachstgeschäfts ins Bewusstsein rufen.