Merkel steht Verlängerung des Kurzarbeitergelds positiv gegenüber

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht einer möglichen deutlichen Verlängerung des Kurzarbeitergelds "grundsätzlich positiv" gegenüber. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Einzelheiten müssten nun von den Koalitionsparteien besprochen werden. Das Kurzarbeitergeld habe maßgeblich dazu beigetragen, das Deutschland der weltweiten Krise verhältnismäßig gut standhalte.

 

Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte der "Bild am Sonntag" gesagt, er wolle die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern. Die Corona-Krise werde in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden: "Unternehmen und Beschäftigte brauchen von der Regierung das klare Signal: Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird."

 

Die beispiellose Coronarezession hat in Deutschland zu einem nie gekannten Ausmaß von Kurzarbeit geführt. Grundsätzlich gilt derzeit eine Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld von maximal zwölf Monaten. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer bereits jetzt auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte gefordert, die Bezugsdauer auf 24 Monate auszudehnen.

 

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