Tiefkühlkost in Corona-Zeiten beliebt

 

In Corona-Zeiten greifen die Menschen beim Einkauf verstärkt zu Tiefkühlprodukten. Der europäische Iglo-Mutterkonzern Nomad Foods (London) verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum in Europa von 10,8 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, wie Iglo Deutschland mitteilt. Allerdings seien in Folge der Pandemie auch die betrieblichen Aufwendungen um 7 Prozent gestiegen. Die Gruppe erhöhte ihre Jahresprognose und erwartet nun ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.

 

"Tiefkühlkost hat sich während der Covid-19-Pandemie als eine der langlebigsten Verbraucherkategorien erwiesen", erklärt der Chef von Nomad Foods, Stéfan Descheemaeker. Iglo-Deutschland-Sprecher Alfred Jansen sagt, der eigentliche Boom sei zunächst durch die Hamsterkäufe während des zweimonatigen Lockdowns ausgelöst worden. "Der Folgeeffekt spielt aber auch eine Rolle", fügt er hinzu. Neue Kunden hätten die Produkte entdeckt und kauften sie weiterhin.
 

Schnelle Zubereitung erleichtert Arbeit im Homeoffice

Der Branchenverband Deutsches Tiefkühlinstitut hatte im Juni unter Berufung auf eine repräsentative Marktstudie berichtet, die Corona-Zeit habe ein Drittel der Befragten veranlasst, den Konsum von Tiefkühlprodukten zu verstärken. Besonders beliebt im Tiefkühlsortiment seien Gemüse und Kräuter, gefolgt von Fisch und Pizza. Die lange Haltbarkeit der Produkte erleichtere die Vorratshaltung, was den Kunden häufige Einkäufe erspare, erklärte eine Sprecherin des Tiefkühlinstituts. Außerdem schätzten Berufstätige im Homeoffice die schnelle und einfache Zubereitung der Mahlzeiten.

 

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