Nach den Bauernprotesten in jüngster Vergangenheit haben Lebensmittelhandel und Vertreter der Landwirte Schritte vereinbart, um die Situation der Bauern zu verbessern. Laut einer gemeinsamen Erklärung soll etwa eine Ombudsstelle eingerichtet werden, zudem ist die Einführung einer einheitlichen Herkunftsbezeichnung für "heimische landwirtschaftliche Erzeugnisse" geplant.
Das teilen der Handelsverband Lebensmittel (BVLH) und die Bauernorganisation Land schafft Verbindung mit. Die Gespräche haben Land schafft Verbindung, der BLVH und Vertreter von Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Kaufland in der vergangenen Woche geführt. Ein weiteres Ergebnis: die Zusage der Handelsunternehmen, im Rahmen ihrer Werbeaktivitäten die Leistungen der deutschen Landwirtschaft stärker herauszuarbeiten.
Arbeitsgruppen sollen zudem konkrete und strukturelle Lösungen für die beiden Sektoren Schwein und Milch erarbeiten. Das Ziel ist, für höhere Anforderungen höhere Erlöse zu erzielen. Die Lebensmittelhändler wollen laut Mitteilung außerdem die Forderung der Landwirte nach einem Sofort-Hilfsfonds unterstützen, um Einkommensverluste durch Corona und die Afrikanische Schweinepest abzufedern. Neben dem Lebensmittelhandel sollen sich daran auch der Staat, die Lebensmittelverarbeitung und die Lebensmittelindustrie beteiligen.
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