Gerry-Weber-Chef verlässt das Unternehmen

Kaum der Pleite entgangen, muss sich der Modehersteller Gerry Weber eine neue Führung suchen. Vorstandssprecher Johannes Ehling und Produktvorstand Urun Gursu verlassen das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum Monatsende, wie Gerry Weber mitteilt.

 

Die Führung des Konzerns übernimmt vorläufig der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Gedat. Der Aufsichtsrat werde nun umgehend mit der Suche nach einem oder einer neuen Vorstandsvorsitzenden beginnen, heißt es.

 

Der seit langem mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Modehersteller hatte erst zum Jahreswechsel das im April vergangenen Jahres eröffnete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hinter sich gelassen. Im Zuge des Verfahrens waren nicht nur mehr als hundert Filialen geschlossen und zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut worden. Auch die Altaktionäre wurden entschädigungslos aus dem Unternehmen herausgedrängt. Stattdessen übernahmen die Finanzinvestoren Robus, Whitebox und J.P. Morgan das Ruder.

 

Ehling stand seit Ende 2018 an der Spitze des angeschlagenen Unternehmens und spielte eine Schlüsselrolle beim Umbau des Konzerns. Gedat dankt Ehling und Gursu für ihr Engagement in den vergangenen Jahren. Beide hätten "extrem wichtige Arbeit für die weitere Entwicklung des Unternehmens geleistet". Er kündigt an, das Unternehmen werde an seinem strategischen Kurs festhalten. Den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt Tobias Moser.

 

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