Kontaktloses Bezahlen per Girocard nimmt zu

Immer mehr Verbraucher in Deutschland bezahlen an der Ladenkasse kontaktlos. Gut jede vierte der 4,5 Milliarden Transaktionen (26,6 Prozent) mit einer Girocard wurde im vergangenen Jahr auf diesem Weg getätigt, wie aus Zahlen von Euro Kartensysteme hervorgeht. Im Gesamtjahr 2018 waren es demnach noch 9,8 Prozent.

 

Bemerkenswert sei die "rasante Entwicklung im Jahresverlauf", teilt die Frankfurter Einrichtung am Dienstag mit: Waren im Januar 2019 noch 19 Prozent der Bezahlvorgänge kontaktlos, so lag deren Anteil im Dezember bereits bei 35,7 Prozent. "Dies zeigt, dass Karteninhaber die Rechnung gerne und verstärkt durch Vorhalten mit Karte oder Smartphone begleichen", folgert Euro Kartensysteme.

 

"Kontaktlos" bedeutet, dass der Kunde seine Kreditkarte oder Girocard nicht in ein Gerät einschieben muss. Die Daten werden verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn die Karte vor das Lesegerät gehalten wird. Bei geringen Beträgen ist nicht einmal die Eingabe der Geheimnummer (PIN) nötig.

 

Den Angaben zufolge sind inzwischen 75 Millionen der gut 100 Millionen Girocards mit der Kontaktlosfunktion ausgestattet. Der Handel ermögliche das schnelle Bezahlen an fast 755.000 Terminals - Tendenz steigend. Insgesamt wurden 2019 über Girocards Umsätze von rund 211 Milliarden Euro getätigt und damit 12,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (187,4 Mrd Euro).

 

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