Die seit mehr als zwei Jahren geplante engere Zusammenarbeit von Aldi Süd und Nord soll deutlich weiter gehen als bislang bekannt, berichtet das Manager Magazin. Demnach soll aus den beiden Discountern ein einheitlich gesteuerter Verbund entstehen.
Kombiniert beschäftigt die Gruppe weltweit 210.000 Menschen, macht gut 100 Milliarden Euro Bruttoumsatz und betreibt 11.000 Filialen auf vier Kontinenten. Dem Bericht zufolge hält ein Protokoll von Spitzenmanagern fest, dass Sortimente und Abläufe harmonisiert werden. Zudem sollen Leistungen im Einkauf und den Dienstleistungsabteilungen Qualitätswesen, Corporate Responsibility, Werbung, Logistik künftig nur noch einmal erbracht werden.
Das Projekt könne bis zu einer Verflechtung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen gehen, heißt es. Zudem werde eine Zusammenlegung von Aufgaben in einer Dienstleistungsgesellschaft geprüft. Schon heute handeln die Handelszwillinge auf wichtigen Feldern gemeinsam: Sie vertrauen auf dieselbe Mediaagentur, stimmen Werbung und Marketing ab, bündeln die Beschaffung und vereinheitlichen die Eigenmarken.
Das weitere Zusammenrücken ist eine Reaktion auf die harten Wettbewerbsbedingungen in Deutschland, die beiden Discountern zu schaffen machen.
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