HDE kritisiert geplantes Gesetz zur Aufnahme von Passbildern

In einem Brief an den Bundesinnenminister kritisieren Josef Sanktjohanser, Präsident des HDE, und Frank Schipper, Vorsitzender des Handelsverbandes Technik, das geplante Gesetz zur Sicherheit im Pass- und Ausweiswesen. Es schade dem Fotofachhandel und gefährde Arbeitsplätze.

 

Konkret stößt eine Regelung im Gesetzentwurf auf Kritik, wonach Passfotos nur noch unter Aufsicht der zuständigen Behörde aufgenommen werden dürfen. Es wäre also nicht mehr möglich, biometrisch korrekte Fotos im Fachhandel anfertigen zu lassen. Der mache damit aber Umsatz und vor allem bringe der Service Kunden in die Läden, heißt es in dem Brief. Millionenumsätze im Handel seien durch das geplante Gesetz in Gefahr.

 

Die Verfasser des Briefes betonen ausdrücklich ihr Verständnis für das Ziel, Manipulationen bei der Beantragung von Pässen und Ausweisen vorzubeugen. Die behördliche Aufsicht sei dafür aber nicht nötig, vielmehr könne dieses Ziel auch durch eine sichere Übertragung der Fotos an die zuständigen Ämter gewährleistet werden. An einer solchen Technik werde schon gearbeitet.

 

Das Ministerium hat sich bislang noch nicht öffentlich zu der Kritik geäußert.

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Zum Weiterlesen

IFH-Prognose

Wie stark der Onlinehandel bis 2024 wachsen wird

Nach dem coronabedingten Rekordjahr 2020 mit einem Online-Umsatz zwischen 80 und 88 Milliarden Euro werden bei Trendfortschreibung 2024 120 Milliarden erreicht, bei zunehmender Dynamik sogar 141 Milliarden. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH).

Marketing

Wie kleine Händler Kunden ansprechen können

Viele Deutsche halten es für wichtig, kleine Unternehmen, die es während der Coronakrise schwer haben, zu unterstützen - das zeigt eine You-Gov-Umfrage. Eine überwiegende Mehrheit der Verbraucher fühlt sich jedoch vom Marketing solcher lokalen Händler nicht angesprochen.

Coronapandemie

Wie deutsche Einzelhändler ihre Lieferketten krisenfest aufstellen

Eine Studie der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal (A&M) beschreibt die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Lieferketten im Einzelhandel. Demnach werden Händler Produkte im Wert von rund 9,4 Mrd. Euro in den nächsten zwölf Monaten aus Deutschland beziehen.

Preisauszeichnung

Das Ende des Feilschens

Meist klein und unscheinbar, verhindert es doch, dass es im deutschen Einzelhandel wie auf einem ­orientalischen Basar zugeht: Das Preisschild, vor über 150 Jahren von ersten Kaufhäusern eingeführt, beendet das Preisgeschacher und erleichtert Preisvergleiche.

Lockdown

HDE erwartet Klagen von Händlern wegen Coronahilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie.