Das Kanzleramt hat Vertreter großer Handelsketten zum Gespräch über Billigpreise bei Lebensmitteln geladen. Das teilt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung sind auch Edeka, Aldi Nord, und Lidl eingeladen. Das Treffen soll am 3. Februar stattfinden.
Der Handel beklage zwar, dass Verbraucher nicht mehr bezahlen wollten, setze aber selbst immer mehr auf Tiefstpreise, kritisiert die Landwirtschaftsministerin. Leidtragender sei am Ende der Erzeuger, dem immer weniger bleibe. Der Handelsverband Deutschland (HDE) wehrt sich gegen die Kritik an der Preisgestaltung der Lebensmittelhändler. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagt, die Preise bildeten sich in einer Marktwirtschaft durch Angebot und Nachfrage. Unnötig hohe Verbraucherpreise lehnt er ab, nicht zuletzt aus sozialen Gründen: Menschen mit wenig Geld würden darunter leiden, so Genth. Zudem sei der Verkauf von Lebensmitteln zu Preisen unterhalb des Einkaufspreises bereits verboten.
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