Der Handelskonzern Metro hat im wichtigen Weihnachtsquartal trotz negativer Effekte des Dauerstreiks in Frankreich und der Demonstrationen in Hongkong zugelegt. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft - also ohne die zum Verkauf stehende Supermarktkette Real und das China-Geschäft - stieg im Ende Dezember beendeten ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 um 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Dabei profitierte Metro allerdings auch von positiven Währungseffekten. Ohne diesen Rückenwind hätte das Umsatzplus lediglich bei 1,0 Prozent gelegen.
Gut liefen die Geschäfte für die Metro vor allem in Osteuropa mit Ausnahme von Russland. Auch Asien zeige ein kontinuierliches Wachstum, obwohl das Geschäft der Tochter Classic Fine Foods durch die Demonstrationen in Hongkong beeinträchtigt worden sei, betont die Metro.
Größtes Sorgenkind des Konzerns bleibt Russland, wo der flächenbereinigte Umsatz erneut um 5,3 Prozent sank. Dennoch spricht das Unternehmen von einer leichten Trendverbesserung auf dem wichtigen Markt. Auch im Deutschlandgeschäft ging der Umsatz leicht zurück, was der Konzern mit einer veränderten Regulierung auf Tabakwaren begründet. In Frankreich bekam die Metro im Weihnachtsquartal die Auswirkungen des nun schon seit gut fünf Wochen andauernden Streiks um die Rentenreform zu spüren. Dennoch sei das Geschäft in Westeuropa ohne Deutschland leicht gewachsen, heißt es.
Zur Entwicklung der nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Supermarktkette Real im Weihnachtsquartal macht das Unternehmen keine Angaben. Metro-Chef Olaf Koch betont lediglich, dass der Verkauf des Tochterunternehmens, ebenso wie der des Chinageschäfts "plangemäß" voranschreite. Gerade erst hat der Metro-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Werner Klockhaus vor dem drohenden Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen durch die geplante Zerschlagung der Supermarktkette gewarnt.
In ihrer Umsatzmeldung bestätigt die Metro ihre Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2019/2020. Insgesamt betrieb die Metro zum Jahreswechsel weltweit 679 Standorte, drei mehr als zwölf Monate zuvor.
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