HDE fordert Wiederaufbauplan für Handel in der EU

 

Bei einem Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und hochrangigen Handelsvertretern aus zahlreichen Mitgliedstaaten der EU erklärte der Handelsverband Deutschland die Erwartungen der Branche an die beginnende deutsche EU-Ratspräsidentschaft.

 

„Jetzt müssen die richtigen Weichen für einen tragfähigen EU-Wiederaufbauplan gestellt werden. Der Nicht-Lebensmittelhandel braucht als eine der vom Lockdown besonders betroffenen Branchen dringend Unterstützung und muss in dem geplanten Maßnahmenpaket ausreichend Berücksichtigung finden. Es geht darum, den privaten Konsum zu stärken und unsere Innenstädte mit ihrer Versorgungsfunktion erneut zu beleben und sie wieder zu Orten der sozialen Begegnung zu machen“, so Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE).

 

Zudem müsse der europäische Binnenmarkt zurück zu voller Funktionsfähigkeit geführt werden. Alle Hürden und Grenzen, die wegen der Corona-Pandemie aufgebaut wurden, sollten konsequent nach und nach wieder abgebaut werden. Genth: „Der Binnenmarkt ist und bleibt die größte, wohlstandsfördernde Errungenschaft der Europäischen Union, seine Unversehrtheit muss absolute Priorität haben.“ Außerdem fordert der HDE, die aktuelle Krise als Chance für zukunftsorientierte Weichenstellungen zu nutzen und Rahmenbedingungen für einen Binnenmarkt für Daten zu setzen, damit europäische Anbieter ihre Geschäftstätigkeit skalieren und effektiv auf den globalen Märkten konkurrieren könnten. Darüber hinaus setzt sich der Handelsverband für den Aufbau und die Förderung eines Exzellenzclusters für Künstliche Intelligenz ein.

 

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