Händler leiden massiv unter den Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
HDE-Präsident Josef Sanktjohanser.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert schnelle und unbürokratische Hilfen speziell für mittelständische Händler, damit Mietzahlungen sie nicht in den Ruin treiben. HDE-Präsident Josef Sanktjohanser mahnt in inhaltsgleichen Briefen an den Wirtschafts- und den Finanzminister Nachbesserungen an.
Gerade die mittelständischen Händler fielen bislang bei den Hilfsprogrammen durch das Raster, so Sanktjohanser. Dies könne zu einem starken Verlust von Arbeitsplätzen im Handel führen und die Attraktivität vieler Innenstädte gefährden. Insbesondere die oft hohen Mieten in den Innenstädten überforderten in der gegenwärtigen Krise viele kleine und mittelgroße Handelsunternehmen binnen kürzester Zeit, warnt der HDE-Präsident.
Im Nicht-Lebensmittelhandel entfalle durch die Corona-Krise in den Geschäften derzeit täglich ein Umsatz von rund 1,15 Milliarden Euro. Gleichzeitig müssten aber Mieten in Höhe von rund 4,4 Milliarden Euro pro Monat weiterbezahlt werden. Das könnten die Handelsunternehmen in der aktuellen Lage nicht mit den meist dünnen Rücklagen abdecken. "Der Handel braucht jetzt ein Mittelstandsprogramm, das den Handelsunternehmen rasch und ohne große Bürokratie Geld zur Verfügung stellt", heißt es in dem Brief.
Zur News-Übersicht geht es hier.