Real: Kartellamt hat Bedenken gegen Übernahmepläne von Kaufland

 

Die Pläne des Großflächen-Discounters Kaufland zur Übernahme von bis zu 101 Filialen des Wettbewerbers Real stoßen beim Bundeskartellamt auf Bedenken. Nach eingehender Analyse sei bei neun Real-Märkten durch die Übernahme eine erhebliche Behinderung des regionalen Wettbewerbs zu erwarten, teilt die Aufsichtsbehörde mit. Außerdem äußern die Wettbewerbshüter Sorge wegen der wachsenden Einkaufsmacht des Handelsriesen gegenüber Lebensmittelherstellern und Lieferanten.

 

Das Bundeskartellamt sei mit Kaufland und dem Real-Eigentümer SCP in Verhandlungen über mögliche Lösungen, heißt es in Bonn. Kaufland und SCP hätten der Wettbewerbsbehörde bereits erste Vorschläge gemacht, um die Bedenken des Kartellamts auszuräumen. Die Frist für eine abschließende Entscheidung sei deshalb bis zum 30. Dezember verlängert worden. Eine besondere Bedeutung kommt nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde dabei der Beteiligung von mittelständischen Händlern an der Veräußerung der Real-Standorte zu.

 

Kaufland ist Teil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört. Die Schwarz-Gruppe ist mit einem Umsatz von mehr als 113 Milliarden Euro schon heute europaweit der mit Abstand größte Lebensmitteleinzelhändler. Der russische Real-Eigentümer SCP hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette von der Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. 

 

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