Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia Mayersche ist dank ihres starken E-Commerce-Geschäfts auch in der Corona-Krise weiter gewachsen. Insgesamt seien die Umsätze der Kette in Deutschland und Österreich im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 um rund 6 Prozent auf etwas über eine Milliarde Euro gestiegen, berichtet Firmenchef Michael Busch. Bereinigt um die Effekte der Fusion mit der Mayerschen Buchhandlung liege das Umsatzplus immer noch bei 2 Prozent.
Die Strategie von Thalia, das stationäre und das Online-Geschäft eng zu verknüpfen, habe sich in der Pandemie bewährt, sagt Busch. Zwar habe die Kette im stationären Geschäft wegen der coronabedingten Ladenschließungen und deutlich weniger Kundenbesuchen in vielen Innenstädten etwa 10 Prozent Umsatz verloren. Doch sei das E-Commerce-Geschäft in der Pandemie um über 40 Prozent gewachsen. Der Umsatzanteil des E-Commerce-Geschäfts gehe inzwischen in Richtung 25 Prozent oder mehr.
Das Ergebnis der Kette wurde durch die Verlagerung von Umsätzen in den E-Commerce allerdings erheblich belastet, wie Busch einräumt. Denn während die Kosten für die Ladengeschäfte konstant bleiben, muss der Vertrieb übers Internet zusätzlich aufgebaut werden. So werde das Ergebnis einen zweistelligen Millionenbetrag unter den Erwartungen vor der Krise liegen, sagt Busch. Genaue Zahlen nennt er nicht.
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