Der Handelsverband Deutschland reagiert zurückhaltend auf Vorschläge von Politikern, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen und damit den Einzelhandel zu stärken. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagt: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen. Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes hilft wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollen."
Zudem sei zurzeit die Sparquote sehr hoch. Viele Verbraucher hielten ihr Geld angesichts unsicherer Zukunftsperspektiven lieber zusammen, so Genth. "Für die in Not geratenen Händler wären deshalb direkte Hilfszahlungen wie mit den staatlichen Überbrückungshilfen, die unbedingt verlängert werden müssen, zielführender."
Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf hat vorgeschlagen, das Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt auszuzahlen. Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen, und der Handel müsste sich vor einem zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten, so seine Argumentation.
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