Ikea zahlt mehr für gebrauchte Möbel

 

Wer sich neu einrichten, seine alten Möbel aber nicht entsorgen will, kann beim schwedischen Möbelriesen Ikea gebrauchte Produkte zurückgeben - im Tausch gegen einen Gutschein. Vom 21. November bis 6. Dezember 2020 lohnt sich das wegen höherer Rückkaufpreise besonders.
 

Statt sich an der jährlichen Rabattschlacht rund um den Black Friday Ende November zu beteiligen, macht Ikea laut Mitteilung in diesem Jahr ein anderes Angebot: Das Möbelhaus kauft im Rahmen der „Buyback Friday“ genannten Kampagne gebrauchte Möbelstücke zu Sonderkonditionen zurück und gibt ihnen in der Fundgrube die Chance, einen neuen Besitzer zu finden. Dem Unternehmen zufolge werden sie dort für den gleichen Preis abgegeben, für den sie angekauft wurden.

 

Hintergrund der Maßnahme sind die Nachhaltigkeitsziele von Ikea. So plant das Unternehmen, bis zum Jahr 2030 alle Produkte nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu entwerfen und dabei ausschließlich auf erneuerbare oder recycelte Materialien zu setzen. „Wir möchten die Lebensdauer unserer Möbelstücke verlängern und verantwortungsvoll mit begrenzten Ressourcen umgehen. Deshalb haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, nicht zu Impulskäufen zu animieren, sondern darauf aufmerksam zu machen, dass Dinge, die man selbst nicht mehr benötigt, für jemand anderen von großem Nutzen sein können“, erklärt Katarzyna Dulko-Gaszyna, Sustainability Managerin bei Ikea in Deutschland.

 

Die „Buyback Friday“-Kampagne ist eine Ausweitung des „Zweite Chance“-Programmes, das im vergangenen Jahr flächendeckend in allen deutschen Ikea Einrichtungshäusern eingeführt wurde. Die Initiative ermöglicht es den Kunden, Möbelstücke, die sie nicht mehr brauchen, gegen eine Guthabenkarte an Ikea zurück zu verkaufen. Im „Buyback Friday“-Aktionszeitraum erhöht Ikea nun den regulären Rückkaufpreis um jeweils 20 Prozent.

 

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