Der Modehandel in den deutschen Innenstädten und Einkaufszentren hat nach Berechnungen des Branchenverbands BTE von März bis August rund ein Drittel seines Geschäfts eingebüßt. "Boutiquen und Modehäuser haben damit im Vergleich zum Vorjahr etwa fünf Milliarden Euro Umsatz verloren", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil (BTE), Rolf Pangels. Die Corona-Pandemie habe dem stationären Modefachhandel damit einen historisch einmaligen Einbruch beschert.
Gleichzeitig habe es eine massive Verschiebung in Richtung Online-Shopping gegeben. Seit April habe der Online-Handel in jedem Monat im zweistelligen Prozentbereich zulegen können. "Die Schere zwischen stationärem Modehandel und Online-Handel ist damit weiter auseinandergegangen", sagt Pangels.
Der Verbandsgeschäftsführer kritisiert die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die in Nordrhein-Westfalen mit Klagen verkaufsoffene Sonntage zu Fall gebracht hat. Die Gewerkschaft gefährde damit Arbeitsplätze im Modefachhandel. Aktuelle Daten aus dem Online-Handel belegten, dass der Sonntag der mit Abstand beliebteste Tag für den Modeeinkauf im Internet ist. "Es gibt also viele Kunden, die am Sonntag Zeit und Lust zum Modeeinkauf haben", sagt Pangels.
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