Kostenlose Plastiktüten könnten bald der Vergangenheit angehören

Der Verbrauch von Plastiktüten soll in Deutschland gesenkt werden. Kostenlose Tragetaschen an der Ladentheke gibt es künftig voraussichtlich nicht mehr, an der Supermarktkasse könnten sie teurer werden.

26.10.2015

Der HDE-Entwurf sieht eine freiwillige Vereinbarung für den Handel vor. Laut Verbandssprecher sei keine einheitliche Gebühr geplant, sondern ein angemessener Beitrag, den jedes Unternehmen individuell festlegen könne. Durch die Initiative soll eine gesetzliche Lösung vermieden werden. Von der Regelung ausgenommen sein sollen die sogenannten Hemdchentüten für Obst und Gemüse im Supermarkt.

71 Plastiktüten verbraucht ein Deutscher durchschnittlich im Jahr

Hintergrund der Initiative des HDE ist eine EU-Richtlinie zum Verbrauch von Plastiktüten. Danach sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, den Verbrauch ab 2020 auf 90 Tüten pro Einwohner und Jahr zu verringern, ab 2026 auf 40 Stück. Im EU-Vergleich liegt Deutschland mit einem Verbrauch von 71 Plastiktüten pro Kopf und Jahr deutlich unter dem Durchschnittsverbrauch von 198 Stück und erfüllt die Vorgabe für 2020 schon heute.

Schlagworte: HDE, Plastiktüten, Supermarkt, EU-Richtlinie

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