Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verringerte sich somit um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm um 8,4 Prozent ab. Zu diesen Ergebnissen kommt der Verband der Vereine Creditreform e.V..
Gründe für die anhaltend positiven Entwicklungen im Insolvenzgeschehen bei den Unternehmen sind die stabil gute Binnenkonjunktur und günstige Finanzierungsbedingungen. Kleine und mittlere Unternehmen haben zudem mehr Eigenkapital aufgebaut und so an Stabilität gewonnen. Die weiter positiven Arbeitsmarktbedingungen und die verbesserte Einkommenssituation der privaten Haushalte sind die entscheidende Basis für den Rückgang der Verbraucherinsolvenzen, der das fünfte Jahre in Folge anhält.
Konträr zum allgemeinen Trend entwickelten sich allerdings die sonstigen Insolvenzen, die um 3,2 Prozent auf 12.500 stiegen. Grund hierfür ist die zunehmende Zahl an Insolvenzen ehemals Selbstständiger.
Viele Kleinstbetriebe – Durchschnittsalter steigt
Bezogen auf die Unternehmensgröße waren es erneut vielfach Kleinstunternehmen, die in die Insolvenz mussten. Etwa ein Viertel (25,8 Prozent) erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von maximal 100.000 Euro. Bei weiteren 22 Prozent der betroffenen Unternehmen betrug der Jahresumsatz höchstens 250.000 Euro.
In den insolventen Unternehmen waren zudem mehrheitlich (79,8 Prozent der Fälle) maximal fünf Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 80,4 Prozent). Leicht zugenommen hat die Bedeutung mittlerer und größerer Unternehmen in den Größenklassen 51 bis 100 Mitarbeiter sowie mehr als 100 Mitarbeiter. Der prozentuale Anteil am gesamten Insolvenzaufkommen blieb mit 0,9 Prozent (Größenklasse: mehr als 100 Mitarbeiter) sowie 1,2 Prozent (Größenklasse: 51 bis 100 Mitarbeiter) aber gering.
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